Medizinische Forschung liefert jene Erkenntnisse, die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Erkrankungen laufend verbessern. Neue Erkenntnisse sind dann wertvoll, wenn die spezifischen Bedürfnisse und Erwartungen der betroffenen Patientinnen und Patienten angesprochen werden. Dies gelingt am besten, wenn Patientinnen und Patienten oder ihnen nahestehende Personen bereits an der Planung und Ausgestaltung neuer Forschungsprojekte mitarbeiten. Denn: Patientinnen und Patienten sind die wichtigsten Expertinnen und Experten ihrer Erkrankungen in ihrem ganz persönlichen Umfeld.
Dieser Kurs bereitet interessierte Personen für solche Aufgaben vor. Sie lernen, wie der Forschungsbetrieb funktioniert, bekommen das nötige Fachwissen vermittelt, um gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten über entscheidende Fragen zu einem neuen Forschungsprojekt mitzudiskutieren und die Sichtweise der Betroffenen einzubringen.
Als «EUPATI Schweiz Patientenexpertin/-experte» haben Sie anschliessend zum Beispiel die Möglichkeit, in Forschungsteams oder bei Forschungsförderungsinstitutionen wie dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mitzuwirken, um die Sichtweise von Patientinnen und Patienten zu vertreten.
EUPATI Schweiz und das Departement für Klinische Forschung DKF der Universität Basel haben dieses praxisorientierte Ausbildungsprogramm gemeinsam entwickelt. Der Kurs wird durch die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) unterstützt.
Teilnahmegebühr:
CHF 3’*** (für Privatpersonen und Patientenorganisationen kann die Kursgebühr auf Antrag reduziert werden)
Anmeldeschluss:
Mittwoch, 15. April 2026
Programm
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Mittwoch, ***, 09:00 – 17:00 Uhr
Module
Basismodul A: Grundlagen über die Forschung am Menschen
Wie entsteht neues medizinisches Wissen?
Wie werden neue Therapien entwickelt und auf den Markt gebracht?
Wie können sich Patienten und ihre Vertretungen in der Forschung engagieren?
Basismodul B: Ethische und rechtliche Aspekte mit Fokus auf die Schweiz
Was ist Forschungsethik?
Wie ist Forschung am Menschen in der Schweiz gesetzlich geregelt?
Welche Aufgaben haben die Forschungsethikkommissionen und Behörden in der Schweiz?
Aufbaumodul 1: Forschungsprioritäten und Studienmethodik
Wie entstehen Forschungsthemen und wie können Patienten(vertretungen) bei der Auswahl mitbestimmen?
Welche wissenschaftlichen Methoden gibt es, um medizinische Forschungsfragen zu beantworten?
Warum ist es so wichtig, bei der Planung einer Studie die Meinung und Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zu berücksichtigen
Aufbaumodul 2: Umsetzung von ethischen und rechtlichen Vorgaben
Was ist wissenschaftliche Integrität und Qualität?
Was bedeutet Risiko-Nutzen-Abwägung in der medizinischen Forschung?
Was heisst «Informierte Einwilligung» und welche Sicherheits- und Schutzmassnahmen gibt es für Studienteilnehmende?
Aufbaumodul 3: Informieren und Kommunizieren
Welche Massnahmen zur Transparenz in der medizinischen Forschung gibt es?
Welche Regularien gibt es bei der Bewerbung von Studien?
Was gehört zu einer guten Kommunikation zwischen Studienteam und Studienteilnehmenden und wie sollte die Öffentlichkeit über Forschung informiert werden?
Aufbaumodul 4: Übertragung neuer Erkenntnisse in die Praxis
Wie kommen neue Arzneimittel auf den Markt?
Wie funktioniert die Kostenübernahme durch die Krankenkassen?
Wie entstehen medizinische Leitlinien?
Voraussetzungen
Zielpublikum:
Alle Personen mit Interesse an der medizinischen Forschung und der Absicht, sich aktiv einzubringen. Kein Vorwissen erforderlich.
Weiter gehen
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